Witches Trail die polnische - Grenze zu Tschechien - Führung

Die Wegfarbe auf der polnischen Seite ist schwarz
Gesamtlänge: 233 km (96 km auf der polnischen Seite und 138 km auf der tschechischen)
Verlauf: Paczków – Pomianów Dolny - Lubiatów – Ligota Wielka – Sarnowice – Otmuchów – Ulanowice – Grądy – Rysiowice – Karłowice Wielkie – Słupice – Nowaki – Radzikowice – Sękowice – Nysa – Konradowa – Wyszków Śląski – Niwnica – Domaszkowice – Wierzbięcice – Kępnica – Hajduki Nyskie – Stary Las – Nowy Las – Charbielin – Jarnołtówek – Skowronków – Konradów – Głuchołazy – Zlaté Hory – Rejvíz – Česká Ves – Jeseník – Vernířovice – Sobotín – Velké Losiny – Rapotín – Šumperk – Mírov – Mohelnice

Der „Weg der Hexen" ist im Jahr 2006 auf der tschechischen Seite entstanden und der Initiator des Projekts war die Vereinigung von dem Reiseverkehr für Touristen „Jeseniky". Im Jahr 2009 wurde der Weg im Auftrag des Landkreises in Neiße auf der polnischen Seite im Rahmen des Projekts „Auf dem Weg der Hexen durch das Tschecho-Polnische Grenzgebiet" im Rahmen des Programmes POWT Tschechien-Polen 2007-2013 gekennzeichnet und festgelegt (Der Weg wurde durch den Landeskundler Kazimierz Staszkow aus PTTK in Neiße bestimmt). Darüber hinaus wurden auf der polnischen Seite des Weges 10 Informationsschilder über die Geschichte der Hexenverfolgung auf dem polnisch-tschechischen Grenzgebiet gesetzt, sowie ein Fremdführer mit einer Landkarte wurde herausgegeben. Zu einem wichtigen Element wurde auch die Erstellung einer ständigen Museumausstellung über die Hexenverfolgung im Museum in Neiße. Im Jahr 2010 bestimmten der Landkreis in Neiße und der Touristische Radfahrerclub KTUKOL aus Glucholaz eine Regionale Touristische Radfahrerabzeichnung „Auf dem Weg der Hexen" in zwei Stufen. Die Regeln der Abzeichnung sowie die Erhalts-Bedingungen befinden sich auf den Seiten des Landkreises in Neiße www.powiat.nysa.pl und des KTK Ktukols www.ktukol.pl.

Der Weg der Hexen beginnt in Paczkowo beim Henkerhaus, wo sich die Henkerkammer (Izba Kata) befindet, die eine Art von mini Freilichtmuseum ist, das den Wohnraum des Scharfrichters aus Paczkow darstellt.

paczkowPaczków (Patschkau) – Eine Stadt die am Anfang des XIII Jahrhunders entstanden ist. Im Jahr 1254 wurde hier eine Burgfestung errichtet, die die Grenze beim Herzogtum in Neiße – Otmuchowo vor den tschechischen und schlesischen Herzogtümern schützen sollte. Die Stadt war dem flämischen Gesetz unterteilt und mit ihrem Gründungsakt hat sie viele Privilegien erhalten. (u. a. das Recht Bier zu brauen). Es entstand eine Stadt mit einem klassischen mittelalterlichen Straßenverlauf, umgeben von Steinmauern mit 19 Schalentürmen mit der Länge von rund 1.200 m und einer Höhe von 9 Metern. Die Befestigungen in Paczkowice sind bis heute einige der am besten erhaltenen Stadtbefestigung in Polen. Den Eintritt in die Renaissance Stadt bewachen Tor-Türme: Kłodzka, Wroclawska (jetzt zum Besichtigen), Ziębicka und die spätere aus dem Renaissance – Neiße. Die Befestigungseinrichtungen machen, dass Paczków heute als "polnische Carcassonne" bezeichnet wird. Weitere Sehenswürdigkeiten sind: in der ersten Hälfte des XVI Jahrhunderts das auf Befehl des Bischofs Baltazar Prmnitz gebaute Rathaus mit einem 48-Meter-Renaissance-Turm und neoklassische Miethäuser aus der Renaissance- und Barrockzeit, die Kirche des Evangelisten Johannes aus dem XIV Jahrhundert, die ein Beispiel der gotischen Verteidigungstempeln mit einem einzigartigen Kirchenbrunnen "Tatarska" darstellt und das Fachwerkhaus eines Henkers (jetzt die Touristeninformation). Eine der größten Attraktionen der Stadt ist das Gas-Museum mit einer einzigartigen Sammlung von Gaszählern.

Pomianow Dolny – Ein Dorf errichtet im Jahr 1261, gehörte bis zur Hälfte des XVIII Jahrhunderts dem Herzogtum in Neiße an, heute liegt es auf dem Gebiet von der Woiwodschaft Niederschlesien an. Wichtigste Objekte sind: Die in barock, im Jahr 1725, errichtete Kirche des hl. Franz Xavers, die im Jahr 1803 in eine neoklassische Kirche umgebaut wurde. Vor der Kirche befindet sich eine späte Barockfigur des heiligen Johannes Nepomucen aus dem XIX Jahrhundert, bei den Straßen befinden sich Kapellen aus dem XIX Jahrhundert, die Ruinen eines Barockpalasts aus dem XVIII Jahrhundert zusammen mit den Ruinen eines Mausoleums aus dem Ende des XIX Jahrhunderts und ein Komplex einer alten Mühle aus dem XIX Jahrhundert – heute ist es ein Lager und Futterwerk.

lubiatowLubiatow – ein Dorf, das im Jahr 1335 erwähnt wurde mit einem wertvollen Denkmalkomplex: Die Kirche des hl. Lawrence und Nicholas, die im Jahr 1302 erwähnt wurde, auf deren Platz sich ein in der zweiten Hälfte des XVIII Jahrhunderts errichtetes spät Barockgebäude, das mit Teilfragmenten der Kirche gefertigt wurde, befindet. Im Kirchenturm befindet sich eine gotische Glocke aus dem Jahr 1497 und in der umgebenden Mauer von der Kirche gibt es ein Sühnekreuz. Neben der Kirche befinden sich die Ruinen eines Renaissance-Herrenhauses ca. aus dem Jahr 1600, das gegen das XIX Jahrhundert umgebaut wurde. Im Dorfgebiet blieben viele Bildstöcke und Kreuze erhalten. Bereits außerhalb des Dorfes, auf dem Weg nach Nordosten, gibt es ein Sühnekreuz.

Ligota Wielka – Ein Dorf, das im Jahr 1261 erwähnt wurde. In dreißiger Jahren des XX Jahrhunderts in Verbindung mit dem Bau des Sees in Otmuchowo, der untere Teil des Dorfes wurde überflutet. In Zeiten des zweiten Weltkrieges gab es hier ein mittelgroßes Arbeitslager für jugo-slawische Gefangene. Im Dorf befindet sich eine aus dem Jahr 1929 Mater Dolorosa Kirche, die der Barockarchitektur ähnlich ist, mit der Kopie von Michelangelos Pieta.

Sarnowice – Ein Dorf, das im Jahr 1261 erwähnt wurde. Heute ist es ein Tourismus- und Freizeitzentrum am See Otmuchowo mit zahlreichen Bauernhöfen. Beim See befindet sich der Hauptsitz des Yacht Clubs "OPTY" und ein Angelbootshaus PZW. Im Dorf gibt es eine Kapelle Der Muttergottes vom Rosenkranz aus dem XIX Jahrhundert.

otmuchowOtmuchow – Die Geschichte der Stadt und vor allem ihre Anfänge sind mit der Geschichte von Schlesien und Breslauer Bischöfen untrennbar. Bereits im Jahr 1155 gab es hier die in der Breslauer Bulle erwähnte Kastellanei, durch die die Stadt Otmuchow, auf der Basis des flämischen Rechts aus dem Jahr 1374, entwickelt wurde. Bis zum Jahr 1810 blieb Otmuchow in den Händen von Bischöfen aus Breslau und war ein Teil des bischöflichen Herzogtums Neiße. Omtuchow wurde immer wieder von den Hussiten überfallen und zerstört, was zu dem Verlust von vielen Festungen und der Notwendigkeit, die Stiftskirche nach Neiße zu übertragen, führte. Die Schäden, verursacht durch schlesische Kriege und die Nähe von Neiße und Paczkow führten dazu, dass Otmuchow nie zu einer bedeutenden Großstadt wurde. Seine Blütezeit ist mit der Zwischenkriegs verbunden, wo die Nähe des gebauten Wasserreservoirs viele Touristen anzog und die Stadt als ein touristisches Zentrum geprägt wurde. Bei dem Aufenthalt in Otmuchów ist es Wert die interessante Architektur und wertvolle historische Gebäude zu beachten. Eines der wichtigsten ist die bischöfliche Gotik- und Renaissanceburg. In der zweiten Hälfte des XVII Jahrhunderts wurde die Burg in eine barocke Residenz der Bischöfe aus Breslau umgewandelt. Zu den Überresten dieser Rekonstruktion gehört die einzigartige "Pferde Treppe" (Kanskie schody) im Treppenhaus. Teilweise während den Kriegen von Schlesien zerstört, wurde sie wieder in der Mitte des XIX Jahrhunderts von Wilhelm Humboldt aufgebaut. Als sie vor dem Zweiten Weltkrieg an die die Bedürfnisse von Touristen angepasst wurde, erfüllt sie diese Rolle noch heute. Ein weiteres wertvolles Denkmal in Otmuchów, ist das Renaissancerathaus, welches im Jahr 1538 durch die Stiftung von Bischof James von Salza gebaut wurde. Sein heutiges Aussehen stammt aus dem Jahr 1817.
In der Ecke des Rathauses befinden sich Sonnenuhren aus dem Jahr 1575, die vom Bischof Martin Gerstmann gegründet wurden und die zwei Wappen, eine von der Stadt und die andere von den Bischöfen, tragen. Bemerkenswert ist auch die Sakralarchitektur, die u. a. von folgenden repräsentiert wird: Barockkirche St. Nikolaus und Franz Xaver mit den Gemälden von Michael Willmann und den Polychromien von Karl Dankwart, neugotische Friedhofskirche St. Anna oder die von Anthony von Jörg im Jahr 1734 erstellte Mariensäule, die sich auf dem Markt in Otmuchow befindet.
Zu den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer zählt bis heute der gotische Torturm "Nysa" oder "Wrobel" genannt, der einst ein Stadtgefängnis war.
Die Tatsache, dass die Stadt einen Henker hatte, beweist ein einzigartiges Denkmal der "Frau des Henkers" – das sich auf ulica 1. Maja befindet. Die teilgelöschte Inschrift lautet: ". Ich, Christopher Kuhn, der Henker, habe befohlen die Skulptur zur ewigen Herrlichkeit Gottes und zum Ehren von Anne Catherine Helbranin, meiner Frau und meiner Haushälterin, zu bauen". Seit dem Jahr 1620 gab es in Otmuchów eine Folterkammer und der Henker gehörte der Gilde in Neiße an. Der erste Henker war Wolf Bohmichen. Die Arbeit ging über viele Generationen bis zur Mitte des XIX Jahrhunderts vom Vater auf den Sohn über. Dank diesem Gewerbe konnten sich in Otmuchów zwei Familien erhalten.

ulanowiceUlanowice – ein altes slawisches Dorf, das vor dem Jahr 1300 dem polnischen Gesetz unterteilt war. Hier befindet sich ein Palastkomplex, welches aus einem Barockpalast, einen Gutshof und einem Park mit einer Barocksäule aus dem Jahr 1724, welche mit einer Jesusfigur bekrönt ist, besteht.

Grądy – Ein Dorf, das als Hermansdorf, Herzmantowitz, Eherzen im Jahr 1300 erwähnt wurde. Beim Teich, in der Richtung zu Laskowice, gibt es eine Fischerei mit gastronomischen Einrichtungen.

rysiowiceRysiowice – Ein Dorf, das in der ersten Hälfte des XIII Jahrhunderts als ein Ritteranwesen entstanden ist. Im Jahr 1860 wurde hier ein prächtiger Palast errichtet, der Merkmale von romantischen und eklektischen Architektur beinhaltet, zusammen mit Elementen der Neorenaissance, des Neobarocks und sogar der Neuromantik. Der Palast ist von einem Park aus dem XIX Jahrhundert umgeben, in dem sich ein Mausoleum aus dem Umbruch des XVIII und XIX Jahrhunderts befindet. Der Palast ist ein Privateigentum und nicht zum Besichtigen erlaubt.

karlowiceKarłowice Wielkie – Ein Dorf, das im Jahr 1244 als Villa Karlouicz erwähnt wurde. Hier befindet sich eine St. Maria Magdalena Kirche, die zu den wertvollsten in dieser Gegend zählt. Erstmalls wurde sie im Jahr 1244 erwähnt, die jetzige Barockkirche wurde aber im Jahr 1758 errichtet. Der Innenraum hat eine reiche Barock- und Rokokoausstattung und -möblierung. An der Kirchenwand befindet sich Renaissancegrabstein aus der 2. Hälfte des XVI Jahrhunderts und ein Epitaph aus dem Jahr 1820. Auf dem Weg nach Kamiennik gibt es eine Barockskulptur des St. Johannes von Nepomuk aus dem XVIII Jahrhundert. Edward von Grützner, der Autor von Porträts, Stillleben und Illustrationen für die Werke von Shakespeare wurde in Karłowice geboren. Seine Bilder sind auch heute von Kennern beliebt, und sie sind in vielen Sammlungen und Museen zu finden.

Słupice – Ein Dorf, welches als ein slawischer Stamm entstanden wurde. Vor dem Jahr 1300 wurde die Gesetzgebung nach Deutschland verschoben. Im Dorf befindet sich eine Kapelle aus dem XIX Jahrhundert mit neogotischen Merkmalen.

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